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  • Wanderung zum Moorpfad Dahlem und zur Römerstraße Köln- Trier im Januar 2020


  • Der Bohlensteg und der Teich des Moorpfads Dahlem

    • Route/Streckenverlauf

      Strecke: Bahnhof Dahlem - Naturschutzgebiet Glaadtbachtal mit Nebenbächen - Eifelblick "Missionskreuz Heidenkopf" mit Heidenkopf II - Moorpfad Dahlem mit Bohlensteg durch das Hangmoor "Wasserdell" - Römerstraße Köln- Trier - Naturschutzgebiet Nonnenbach und Eichholzbach mit Seitentälern - Naturschutzgebiet Urfttal mit Zehnbach sowie Motte Zehnbachhaus - ehemalige Verbindung der Ahrtalbahn zur Eifelstrecke - Bahnhof Blankenheim (Wald)

      Region:
      Nordeifel



      Treffpunkt: Parkplatz am Bahnhof Dahlem, Bahnstraße 45, 53949 Dahlem

      Datum: Sonntag, der 26. Januar 2020

      Motto: Auf zum Moorpfad Dahlem!

      Streckenlänge (unter Berücksichtigung der Ausstiegsmöglichkeit): 7,5 bis 16,2 km

      Höhenmeter (unter Berücksichtigung der Ausstiegsmöglichkeit):↑ 130 - 309, ↓ 130 - 313

      Ansprechpartner und Organisator: Margarete und Paul

      Highlights: Moorpfad Dahlem mit Bohlensteg durch das Hangmoor "Wasserdell", Römerstraße Köln- Trier, Eifelblick "Missionskreuz Heidenkopf" sowie mehrere Naturschutzgebiete (Bachtäler)



      Die Einladung zur Wanderung findet ihr hier.

      Am 26. Januar erlebten wir einen tollen Tag in der Ruhe der Natur! Ein Tag, der uns gerade durch die positive Atmosphäre zwischen den Teilnehmern, durch die sich viele wohl fühlten, in Erinnerung bleiben wird! Eine harmonische und sehr angenehme Stimmung, eine Stimmung des Miteinanders und des Zusammenhalts, ging an diesem Tag durch die Gruppe! 28 Teilnehmer hatten sich aus mitunter großer Entfernung aufgemacht, um bei unserer Januarwanderung im Dreiländereck Nordrhein-Westfalen/ Rheinland-Pfalz/ Belgien dabei zu sein. Einer von ihnen reiste für die Wanderung insgesamt über 500 Kilometer, und das zum 4. Mal in Serie! Darüber hinaus waren es nicht nur einzelne Teilnehmer, die für die Wanderung mehr als 100 Kilometer pro Strecke auf sich nahmen! Weiterhin wurde ich, nachdem wir bereits zusammen probegewandert waren, immer wieder toll von Mitorganisator Paul unterstützt, den Teilnehmern die Strecke zu zeigen - ohne Frage eine sehr gute Teamarbeit!

      Mitten in der tiefsten (Nord-) Eifel sollte unsere Wanderung stattfinden: In Dahlem, der Gemeinde mit der geringsten Einwohnerzahl und geringsten Bevölkerungsdichte aller Gemeinden von Nordrhein-Westfalen, das außerdem Teil des deutsch-belgischen Naturparks Hohes Venn-Eifel ist: Hier leben nur 4.183 Einwohner und 44 Einwohner auf dem Quadratkilometer. Zum Vergleich: Die Millionenstadt Köln als bevölkerungsreichste Stadt von Nordrhein-Westfalen zählt 2.681 Einwohner auf dem Quadratkilometer. In Dahlem ist Ruhe also garantiert, wenn man mal von der Bundesstraße und ggf. dem kleinen Flugplatz Dahlemer Binz absieht!

      An diesem Tag reisten nur ein paar der Autofahrer nach Dahlem, viele weitere kamen entweder komplett mit der Bahn oder parkten ihr Auto direkt am Zielpunkt der Wanderung, dem Bahnhof Blankenheim (Wald). Daneben bestand auch die Möglichkeit, die Wanderung zu einem Rundweg zu machen, dazu gab es eine entsprechende Ausstiegsmöglichkeit nach dem Bohlensteg im Hangmoor. Der Zug aus Richtung Köln kam mit geringer Verspätung an, und damit war die Gruppe mit 28 Teilnehmern und einem Hund vollzählig. Sodann begrüßten wir die Mitwanderer und hießen sie mit Tee und Kaffee zum Einstieg des Wandertages herzlich willkommen.

      Als wir gegen kurz vor 11 zu unserer Wanderung zum Moorpfad Dahlem und zur Römerstraße Köln- Trier aufbrachen, war es noch ziemlich neblig, obwohl manche von uns während der Anfahrt zur Wanderung vor Eintritt in die Eifel noch Sonne erlebt hatten. Aber es sollte an diesem Tag noch aufklaren! Und der Asphalt hörte buchstäblich schon nach wenigen 100 Metern auf: Kaum gesagt, befanden wir uns auch schon auf dem Rundweg des Moorpfads Dahlem, in einem Teilstück, das uns
      durch den Nebel

      wieder direkt neben die Eifelstrecke in Richtung der rheinland-pfälzischen Landesgrenze führte. Dieser
      süße, schmale Pfad

      verlief teils zwischen Sträuchern hindurch und teils direkt neben der Bahnstrecke:


    • Der Pfad führt uns als Teil des Moorpfads Dahlem an der Eifelstrecke entlang.

    • Manchmal verlief der Pfad sogar so nah an der Bahnstrecke, dass der Schotter neben den Gleisen
      praktisch gar keinen Abstand

      mehr von unserem Weg hatte! Nach etwa einem Kilometer Streckenlänge erreichten wir den kurzen Abschnitt auf der Mühlenstraße, auf der wir die Bahnstrecke überquerten und auf der uns - ganz erwartungsgemäß in dieser abgeschiedenen Lage - niemand begegnete. Nunmehr entfernten wir uns etwas von der Bahnstrecke. Wir kamen nun in Reichweite unseres ersten Highlights, dem Naturschutzgebiet Glaadtbachtal mit Nebenbächen, aber erst mal gab es auf der linken Seite das
      nebelverhangene Mühlental

      mit dem Islandpferdehof "Islandpferde vom Mühlenhof" zu sehen. Auf der anderen Seite fiel unser Blick auf die
      Schafe

      , die gerade ihren Unterschlupf in Richtung der Weide verließen.

      Mit Überquerung des Glaadtbaches ließen wir den Asphalt wieder hinter uns und tauchten in das Naturschutzgebiet ein! Gleich darauf kündigte die Beschilderung des Mühlenpfads den für Wanderer wirklich schön zu laufenden kleinen Pfad durch das Tal an:


    • Die Beschilderung des Mühlenpfads kündigt den kleinen Pfad durch das Glaadtbachtal an.

    • Auf dem Pfad liefen wir immer wieder über Wurzeln und erahnten bereits, dass diese Wanderung einigen Schlamm mit sich bringen würde, und wahrscheinlich fast jede(r) der Wanderfreunde am Ende dieses Tages zum Beispiel beim Blick auf die Wanderschuhe sehen würde, dass er (sie) etwas getan hat! Hier im Mühlental, gelegen zwischen der Obermühle und der Untermühle, machte der Pfad immer wieder
      winzige Schlenker

      , mitunter direkt an den Bäumen vorbei und ganz manchmal war der Verlauf des Pfads sogar kaum erkennbar. Einfach schön zu laufen! Die Teilnehmer nutzten diese Etappe für zahlreiche Gespräche und für das Genießen der Ruhe und der in diesem Tal schon fast
      mythisch anmutenden Landschaft

      , wie ein Mitwanderer im Nachgang der Wanderung richtig feststellte! Ein Wanderfreund erzählte uns, dass er es in diesen Zeiten, in denen laut Studien der Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft abnimmt, als sehr positiv wahrnimmt, dass in unserer Wandergruppe mehr Wert auf einen guten Zusammenhalt gelegt wird als in anderen Wandergruppen, die er kennengelernt hat. Tatsächlich legen wir darauf großen Wert. Nun warfen wir einen
      Blick in Richtung des Glaadtbachs

      und erreichten einen kleinen und ganz naturbelassenen Teich - einen, wie man ihn sich in der Eifel so vorstellt:


    • Der Teich im Glaadtbachtal

    • An dem winzigen Abzweig zu dem Teich befand sich auch die erste bebilderte Infotafel über die Teichbewohner im Glaadtbachtal: Hier leben u.a. Grasfrösche, Erdkröten und Teichmolche. Nach einem kurzen Aufenthalt an dem Abzweig gingen wir den letzten Teil des Pfads, der bald in eine Wiese mündete, von der aus wir noch mal einen Blick auf den Glaadtbach mit der Bahnstrecke im Hintergrund werfen konnten:


    • Blick auf den Glaadtbach und die Eifelstrecke am Ende des Mühlenpfads

    • Hier fand sich auch die zweite bebilderte Infotafel zu den Vögeln am Glaadtbach: Graureiher, Schwarzstörche, Enten, Eisvögel, Wasseramseln!

      Mit der kleinen Pausenhütte am Ende des Pfades hatte die Gruppe einen besonderen Punkt auf der Strecke erreicht: Denn dies war nicht nur der südlichste Punkt des Wandertages, sondern auch der mit 465 Meter über NN tiefste Punkt der Wanderung - und obendrein lag hier die Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz noch nicht einmal 300 Meter entfernt:


    • Blick in Richtung der Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz

    • Und wir nutzten diesen besonderen Punkt, um den Teilnehmern eine Erinnerung an das schöne letzte Jahr 2019 in Form unserer Wanderurkunden zu überreichen. Wir haben sie in diesem Jahr neu designt und noch individueller gestaltet. Während die Wanderurkunden, die es in Bronze, Silber oder Gold gibt, unter Applaus der Wanderfreunde verteilt wurden, betonten wir noch einmal, dass uns der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe sehr wichtig ist. Später bedankte sich einer der Wanderfreunde, dass die Verteilung der Urkunden, die er erstmalig miterlebt hatte, für ihn ein ganz besonderes Highlight der letzten Zeit war! Ein weiterer Mitwanderer, der an diesem Tag erstmalig mit dabei war, fragte, ab wie vielen Teilnahmen man eine Wanderurkunde bekommt - und freute sich sehr, als er hörte, dass er im Folgejahr auch jetzt schon sicher eine Wanderurkunde bekommen werde.

      Nun warfen wir einen
      Blick zurück auf die Wiese

      mit der Bahnstrecke im Hintergrund. Bis kurz vor Schluss unserer Route entfernten wir uns jetzt von der Eifelstrecke. An diesem Punkt fand sich auch die letzte bebilderte Infotafel über das Glaadtbachtal: Dieses Mal die Fische, die hier zuhause sind, wie z.B. die Bachforelle, die Elritze oder die Groppe. Nach der Abbiegung, ab der nun etwas größere Wege folgten, gingen wir ein kurzes Stückchen durch den Wald, ehe wir noch einmal abbogen und den Blick auf eine weite Wiese am Wegesrand werfen konnten. Und wie wir uns hier nun freuten: Die Sonne kam heraus und hier merkten wir es zum ersten Mal so richtig:


    • Blick über weite Wiesen am Waldrand bei hervorkommender Sonne

    • Der Weg stieg weiter an in Richtung des Eifelblicks "Missionskreuz Heidenkopf", unserem nächsten Highlight, und die Teilnehmer nutzten die Zeit wieder für gute Gespräche. In der Nähe des Eifelblicks erreichten wir einen Ausblick in Richtung des Tals in einem Mix von Nebel und Sonne:


    • Ausblick in Richtung des Glaadtbachtals

    • Der Weg führte uns nun an Feldern entlang, die den
      Blick auf Dahlem

      freigaben. Nun war der Eifelblick schon in Sichtweite. Leider war dieser etwas nebelverhangen: Bei besserem Wetter hat man hier eine schöne Weitsicht u.a. in Richtung des Ortskerns von Dahlem, der Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz, des Ortsteils Schmidtheim sowie des Zitterwalds, einer dünn besiedelten und überwiegend bewaldeten Hochfläche im Grenzgebiet zu Belgien, wie wir kurz erzählten. An diesem Tag sah das so aus:


    • Ausblick am Eifelblick "Missionskreuz Heidenkopf"

    • In der kurzen Ess- und Trinkpause am Eifelblick, der auch Sitzmöglichkeiten hat, präsentierten die Organisatoren Roland und Paul unseren Jahresrückblick 2019 und alle lauschten gespannt, was darin über unsere sechs Wanderungen des Jahres 2019 geschrieben wurde.

      Kurze Zeit später ging es weiter, hinauf auf den höchsten Punkt der Wanderung auf 591 Meter über NN! Beim Anstieg schien der Nebel noch
      "weit weg"

      als wir aber oben angekommen waren, merkten wir den
      Nebel

      schon deutlich stärker - aber was soll's, der guten Atmosphäre in der Gruppe tat dies keinen Abbruch, Nebel hat ja auch etwas Besonderes, etwas Mythisches und manchmal vielleicht sogar etwas Romantisches an sich, man erlebt ihn auch nicht alle Tage!

      Wir wanderten an Moosen entlang, die sich auf Ästen niedergelassen hatten und auch den Blick auf Schneereste freigaben, bei denen sich sicherlich keiner wunderte, dass die Schneereste Ende Januar hier in der tiefsten Eifel zu finden waren! Dadurch ergab sich hier oben, praktisch auf dem höchsten Punkt der Wanderung, ein sehr schönes Bild:


    • Moose auf Ästen mit Schneeresten

    • Eines der nebligsten Bilder des Tages

      entstand an der Wegekreuzung, an der wir in Richtung unseres größten Highlights abbogen - dem Bohlensteg im Hangmoor, der auch Teil des Moorpfads Dahlem ist. Der Weg verlief nun erst einmal bergab über breite Schotterwege -Wege, die die sehr gut miteinander harmonierende Gruppe für Gespräche nutzte, denn hier musste man nicht stark darauf aufpassen, wo man seinen Fuß hinsetzt. Interessant war es zu sehen, wie einzelne Bäume
      aus dem Wald hervorlugten

      .

      Bald erreichten wir den Beginn des Naturschutzgebietes In der Wasserdell, wo wir bereits in unmittelbarer Nähe des Bohlenstegs durch das Hangmoor "Wasserdell" waren. Wir warfen einen
      Blick in Richtung des Naturschutzgebietes

      , und bewältigten einen ganz kurzen, aber für die Verhältnisse der Region recht prägnanten Anstieg. Hier stieß unsere Route auch auf den kurzen Rundweg durch das Naturschutzgebiet In der Wasserdell. Auf dem relativ breiten Wanderweg gingen wir auch einmal über Schlamm mit ganz kleinen vereisten Pfützen, ehe wir den Bohlensteg erblickten! Und hier war Vorsicht angesagt, denn der Bohlensteg war aufgrund des Wetters rutschig! Wir warnten die Teilnehmer davor und baten sie darum, vorsichtig auf dem nassen Holz zu gehen. Glücklicherweise gab es keine Unfälle, niemand stürzte auf dem nassen Holz, denn alle waren vorsichtig. Dies war auch deswegen nötig, weil der erste Teil des Bohlenstegs nicht barrierefrei war, das heißt, er hatte im Maximum
      mehr als 8% Gefälle

      .

      Die Figur, die durch den Moorpfad Dahlem führt, heißt übrigens Toni Torfmoos und führt auch durch die Moor-Route, welche ein rund 200 Kilometer langer deutsch-belgischer Rad- und Wanderweg ist, der durch Heiden, Moore und Bachtäler führt.

      Dieser nicht barrierefreie Abschnitt endete an einer Besucherplattform mit Sitzplätzen, wo die Gruppe zusammenkam und wir kurz die wichtigsten Informationen zum Moorpfad und den Pflanzen erzählten, die in diesem für den Kreis Euskirchen (so gut wie) einzigartigen Lebensraum zu finden sind. Die Informationen könnt ihr im Infokasten unten nachlesen. Aber auch im Januar stellte sich dieser Bohlensteg über das Hangmoor als großes Highlight heraus:


    • Der Bohlensteg über das Hangmoor "Wasserdell"

    • Auf dem Bohlensteg gingen wir wieder an
      vereisten Pfützen

      entlang. Pflanzenliebhaber kamen hier voll auf ihre Kosten, sie zeigten anderen Teilnehmern ganz begeistert die Pflanzenarten, die sie entdeckt hatten! Was es wohl war? Vielleicht eine seltene Pflanze wie die Glockenheide, die Moorlilie, der rundblättrige Sonnentau, der Dreizahn oder das Sumpfveilchen? Sie alle sollen sich vom Bohlensteg aus beschauen lassen und vielleicht lässt sich die eine oder andere Pflanze ja auch im Winter blicken, auch wenn das Moor in anderen Jahreszeiten sicherlich noch mehr Pflanzenpracht zu bieten hat!

      Jetzt kamen wir auch schon in Sichtweite des Teiches, der direkt an das Hangmoor andockt. Ein besonderes Detail war auch hier, dass kleine
      Eisschollen auf der vereisten Teichoberfläche

      lagen! Hier seht ihr, wie sich dieser süße kleine Teich in das Gesamtbild des Moores einfügte:


    • Der Teich im Hangmoor "Wasserdell"

    • Und wie sich der Bohlensteg insgesamt in die Moorlandschaft einfügte, seht ihr hier:


    • Gesamtansicht des Bohlenstegs durch das Hangmoor "Wasserdell"

    • Nach diesem Highlight war leider die erste Zeit des Abschieds gekommen: Direkt hinter dem Bohlensteg bestand die Möglichkeit, auf 1,5 Kilometern Streckenlänge zurück zum Bahnhof Dahlem zu laufen. Wir verabschiedeten uns sehr herzlich von den drei Teilnehmern, die alle an diesem Tag zum ersten Mal mit dabei gewesen waren, und drückten ihnen einen Ausdruck der Strecke zum Bahnhof in die Hände. Damit werden sie den Weg sehr gut finden, bedankten sie sich, und stellten in Aussicht, zukünftig wieder mitkommen zu wollen.

      Ab jetzt durchquerten wir weite Teile des östlich in Dahlem gelegenen Ripsdorfer Walds. Und wir kamen fast schon in Reichweite des nächsten Highlights, der Römerstraße Köln- Trier! Vorher war nur noch ein Anstieg zu bewältigen, der uns fast wieder auf Höhe des höchsten Punktes der Wanderung bringen sollte. Auf dem breiten Wanderweg kamen wir an einem kurzen Abzweig vorbei, an dem man einen kleinen Steinbruch besichtigen konnte, was ein paar der Teilnehmer auch taten.

      Und am Ende des Anstiegs erreichten wir sie: Die Römerstraße, für die im Rahmen der Regionale 2010 das Projekt "Erlebnisraum Römerstraße Köln-Trier" ins Leben gerufen wurde. Auch hier erzählten wir den Teilnehmern noch einmal die wichtigsten Fakten über die Römerstraße, die ihr wieder im Infokasten nachlesen könnt. Hier seht ihr, wie wir die Römerstraße, die damals - sofern möglich - geradlinig gebaut wurde, vorgefunden haben:


    • Die Römerstraße Köln- Trier

    • Auf der Römerstraße überquerten wir nun den unscheinbaren Heidenkopf I, auf dem wir praktisch wieder dieselbe Höhe wie auf dem höchsten Punkt der Wanderung erreicht hatten: Den Heidenkopf I nimmt man kaum als Berggipfel wahr, sondern registriert eigentlich nur, dass es vor dem Gipfel leicht bergauf und dahinter leicht bergab geht. Das ist aber auch schlichtweg dieser Wandergegend geschuldet, wie zwei Teilnehmer es ansprachen: Wirklich prägnante Berggipfel und Anstiege findet man in dieser Gegend eher selten. Das Positive daran ist, dass die Gegend damit ein guter Zielort für die Wintermonate ist: Richtig starke Anstiege bzw. Gefälle sind nicht gut vereinbar mit möglicherweise winterlichen Wetterverhältnissen wie Schnee und Glatteis!

      Nach wenigen 100 Metern bogen wir ab auf einen zwar ähnlich breiten, aber für Wanderer
      etwas schöner zu laufenden Wanderweg

      .

      Es ging in Richtung unseres nächsten Highlights, dem Naturschutzgebiet Nonnenbach und Eichholzbach mit Seitentälern, welches wir hier im Einzugsgebiet des Eichholzbachs erreichten. Wir wanderten nun entlang der Grenze des Naturschutzgebietes und es war wieder einmal interessant zu sehen, wie einzelne Bäume aus dem uns umgebenden Wald hervorguckten:


    • Der Wanderweg entlang der Grenze zum Naturschutzgebiet Nonnenbach und Eichholzbach mit Seitentälern

    • Der Weg führte uns nun über eine
      Lichtung

      , und eine Teilnehmerin erfreute sich an der Wanderung und erzählte uns, dass sie die Ruhe hier sehr erholsam findet, um vom Alltag abzuschalten, und dass sie mit dem Moorpfad etwas Neues kennengelernt hat. So soll es sein, freuten auch wir uns! Und bald erreichten wir eine Weggabelung, an der ein kleiner, spannender Wegabschnitt abzweigte, über den wir weiter entlang des Naturschutzgebietes wandern konnten:


    • Die Abbiegung auf einen spannenden Wegabschnitt

    • Wir warteten, bis alle wieder beisammen waren, und warnten die Teilnehmer vor, dass es auf diesem Weg stellenweise schlammig werden könne! Aber unsere Wanderschuhe waren ja an diesem Tag ohnehin alle schon dreckig geworden. Dafür würden wir auf diesem Weg über eine Lichtung wandern, auf der in manchen Jahreszeiten auch Tiere leben, sowie an einem typischen Eifelteich entlang. Einer der neuen Teilnehmer formulierte daraufhin ganz treffend, dass er auch gerne mal Abstecher in die Walachei mache! Also hieß es: Auf geht's! Entdecken wir den Weg! Erwartungsgemäß wurde es auf einem Zwischenabschnitt des Weges
      schlammig

      , aber alle guckten genau auf den Boden und fanden allesamt einen Weg, um optimal an dem Wegabschnitt, an dem die Pfützen teilweise schon etwas tiefer waren als auf dem Rest der Strecke, vorbei zu kommen. Und direkt danach erreichten wir auch schon die abgeschiedene
      Lichtung

      mit Blick in Richtung des Waldbachs:


    • Die abgeschiedene Lichtung mit Blick in Richtung des Waldbachs

    • Dieser Waldbach speist auch den direkt hinter der Lichtung gelegenen
      Eifelteich

      , zu dem man gelangt, wenn man einmal über die Ausläufer der Lichtung hin zu dem Teich geht. Dieser Teich kann im Winter auch schon mal vereist sein. Kurz danach war der Abstecher in die Walachei auch schon wieder vorbei: Wir erreichten wieder den Wanderweg, auf dem wir zuvor gewesen waren, und warteten wieder kurz, bis alle 25 Teilnehmer da waren.

      Nun machten wir einen ganz kurzen Abstecher zu dem Ort, an dem ein Foto, das wir im Internet entdeckt hatten, entstanden war, und das in direktem Zusammenhang mit dem Abstecher stand, den wir gerade hinter uns hatten: Hier konnten wir nämlich sehen, wie eben jener Waldbach, der gleichzeitig auch den Teich von eben speist, mitten über den Wanderweg fließt. Das ist ein wirklich tolles Bild und im Winter - wie auch an diesem Tag - kann man entlang des Wasserlaufs auch mal
      Eiszapfen

      sehen, auch wenn es bei der Probewanderung mehr Eiszapfen waren! Wir machten die Wanderfreunde auf die Eiszapfen aufmerksam, wodurch einige ganz interessiert nach dem Bach guckten! Und hier seht ihr, wie
      der Waldbach über den Wanderweg floss

      und wie das Gewässer neben dem Weg an dieser Stelle aussah - ein typisches Bild aus der Eifel, oder?


    • Das Gewässer neben dem Weg - typisch Eifel!

    • Nun ging es mitten durch das Naturschutzgebiet Nonnenbach und Eichholzbach mit Seitentälern. Wir stellten fest, dass wir absolut erwartungs- und plangemäß in der Zeit lagen, und erlebten hier wieder viel Wasser um uns herum, denn ganz in der Nähe fließen laut Google Maps mehrere Waldbäche, die alle zu dem Naturschutzgebiet gehören, zusammen und vereinigen sich in dem
      schönen Bach

      , der nun neben unserem Wanderweg auftauchte und der selber südöstlich von dieser Stelle in den Eichholzbach mündet. Auf denselben Metern erreichten wir das Gebiet, in dem wir ganz in der Nähe der Stadtgrenze zwischen Dahlem und Blankenheim entlang wanderten. Diese in dem Bereich fast geradlinige Stadtgrenze wird sowohl im Süden als auch im Norden durch verschiedene Bäche wie den Nonnenbach und den Eichholzbach sowie ein Seitental begrenzt, durch die die Grenze dann weiter verläuft. Eine für Wanderer wirklich interessante Beobachtung war hier, dass es auf einer ziemlich weiten Passage rund um einen Bereich der Stadtgrenze, der nicht nur den fast geradlinigen Bereich, sondern auch Teile der durch Bäche verlaufenden Grenze umfasst, keinen "wirklichen" Weg zur Überquerung der Grenze gab: Will man von einer Wanderung im Dahlemer Stadtgebiet aus in das Blankenheimer Stadtgebiet gelangen, so müsste man bei Start an der nördlichen Wegstelle, die wir nahmen, zwischen 3 und 3,5 Kilometern inklusive verschiedener Bäche "auf der Stadtgrenze gehen", um den nächsten "wirklichen" Weg über die Grenze zu erreichen, das heißt also keinen Weg, der eigentlich im Blankenheimer Stadtgebiet verläuft und dabei das Dahlemer Stadtgebiet nur ohne wegemäßigen Anschluss an Dahlem berührt. Dieser Sachverhalt macht es generell vergleichsweise schwierig, Wanderhighlights auf Blankenheimer Seite wie z.B. den Düwelskall (Teufelshöhle) und den Düwelssteen (Teufelsstein), welcher auch v.-Eichendorff-Felsen genannt wird und welche beide zur 8. Etappe des EifelBahnSteig gehören, von unserer Wegstrecke aus zu besuchen. Hierfür hätte man demnach die Routenführung stark umplanen müssen und aufgrund der notwendigen Anbindung der Wanderung an den öffentlichen Personennahverkehr eine weitere Strecke in Kauf nehmen müssen.

      Es ging nun entlang der Stadtgrenze ein wenig bergauf, ehe wir eine Lichtung erreichten, auf der wir eine Ess- und Trinkpause machten und die Gelegenheit zum lustigen Herumalbern nutzten. Hier konnten wir auch unseren Blick über den Wald hinweg auf das Blankenheimer Stadtgebiet richten:


    • Blick über den Wald hinweg auf das Blankenheimer Stadtgebiet

    • Nach der Lichtung ging es ein wenig am Waldrand vorbei, ehe wir wieder in den Wald eintauchten und
      an einer Waldschneise vorbei

      gingen. Dann entdeckten mehrere von uns den Greifarm eines Baggers im Wald - das ist doch einer, oder? Und den hat er bestimmt irgendwie dort verloren, nicht wahr? Na, diese Formation sorgte auf jeden Fall für richtig gute Laune!


    • Das ist doch der Greifarm eines Baggers, oder?

    • Nun liefen wir entlang dem Werksgelände der Schmidtheimer Kiesgrube Bandemer, für die an mehreren abgehenden Wegen entsprechende Hinweisschilder aufgehängt waren. Auf der dortigen Lichtung, auf der es wieder einzelne stark hervorstechende Bäume zu sehen gab, zeigte sich das Wetter wieder von seiner besseren Seite und wir hatten
      Ausblick auf den Waldrand

      , welcher sich praktisch in Sichtweite des Nonnenbachtals befand. Es ging nämlich jetzt ein weiteres Mal durch das Naturschutzgebiet Nonnenbach und Eichholzbach mit Seitentälern, jetzt im Einzugsgebiet des Nonnenbachs. Der
      Weg hinab ins Nonnenbachtal

      war einfach zu laufen und wir genossen auch hier - wie während der ganzen Wanderung - die viele Ruhe, die an diesem Ort mitten im Wald bei so geringer Bevölkerungszahl und -dichte zu finden ist. Ein idealer Ort zum Abschalten, das stellten wir an dem Tag wohl alle - neben einer sehr guten Zusammensetzung der Gruppe - fest! Das Erreichen des Nonnenbachs hieß auch, dass wir nun endlich den nördlichen Punkt zur Überquerung der Stadtgrenze nach Blankenheim erreicht hatten. Direkt neben unserem Wanderweg war wieder einiges Wasser zu finden, denn rundherum fließen laut Google Maps einige Zuläufe des Nonnenbachs zusammen:


    • Ein Zulauf des Nonnenbachs verläuft direkt neben unserem Weg!

    • Jetzt waren wir also erstmalig in Blankenheim angekommen - wenn auch nur für recht kurze Zeit! Hier seht ihr, wie sich die Eifellandschaft um uns herum darbot:


    • Blick in die Eifellandschaft

    • Aber es folgte direkt schon wieder eine Linkskurve zurück in Richtung der Stadtgrenze. In der darauffolgenden Kurve bogen wir ein weiteres Mal links ab. Ein Teilnehmer stellte korrekterweise fest, dass dieser Weg ein nicht ausgewiesener Wanderweg ist (aber natürlich dennoch existiert, nur kleiner ist als der vorherige Weg). Hier im Wald lag viel Laub und wir kamen wieder in die Nähe von Bachquellen. Der Weg stieg leicht bergan und sorgte so - wegen des Höhenprofils und des uns umgebenden Waldes - dafür, dass wir erst sehr spät etwas von den Autos auf der nahenden Bundesstraße mitbekamen - die Bundesstraße mussten wir einmal auf der Wanderung queren, da der Bahnhof Dahlem östlich und der Bahnhof Blankenheim (Wald) westlich der Bundesstraße liegt. Auf diesem hübschen, kleinen und belaubten Waldweg hatten wir den
      Blick auf mitunter nicht kleine Bäume

      .

      Es ging nun an die Überquerung der Bundesstraße sowie die ca. 50 Meter entlang der Bundesstraße. Hier kam natürlich wieder die ganze Gruppe zusammen. Die Mitglieder liefen in Teilgruppen, wenn mal frei war, über die große Straße - die größte, die wir auf dieser Wanderung erlebten. Die Straße, die hier auf weiter Strecke genau das Ende des Waldes bildet, ist zum Glück gut einsehbar bzw. in diesem Bereich schnurgerade. Dies war auch deswegen sehr positiv, da wir uns natürlich an dieser Stelle mitten auf der Stadtgrenze und damit außerhalb der Ortschaft befanden, wodurch die Autos eine entsprechende Geschwindigkeit drauf hatten. Weiterhin gab es glücklicherweise einen breiten Mittelstreifen, auf dem man bei Bedarf kurz anhalten konnte.

      Wir überquerten die Bundesstraße ohne weitere Vorkommnisse und kündigten an dem Abzweig 50 Meter weiter an, dass es nun in Richtung des Naturschutzgebietes Urfttal mit Nebentälern geht! Zwei ebenfalls neue Teilnehmer kündigten an, dass sie die Gruppe demnächst verlassen, da sie den Weg zurück zu ihrem Auto in Dahlem nicht mit der Bahn, sondern mittels eines großen Rundweges machen wollten. Was wir hier noch nicht ahnten und uns daher herzlich verabschiedeten: Tatsächlich sahen wir sie später am Bahnhof Dahlem noch einmal wieder!

      Hier seht ihr noch einmal die Natur in direkter Nähe der Bundesstraße, die tatsächlich auch (wenn man mal von den Hochspannungsleitungen absieht) sehr schön war und sicherlich viele von uns an typische Eifellandschaften erinnerte:


    • Die Natur in direkter Nähe der Bundesstraße bot uns einen Blick in typische Landschaften der Eifel.

    • Und es dauerte tatsächlich gar nicht lange, bis wir die Bundesstraße wieder vergessen hatten, weil es wieder herunter ins Tal ging! Das Naturschutzgebiet, in das wir nun nach kurzer Asphaltstrecke eintraten, grenzt direkt an das Naturschutzgebiet Haubachtal, Dietrichseiffen mit Urftaue bei Blankenheim-Wald an, welches sich leicht östlich befindet. Als wir wieder auf einem unasphaltierten Wanderweg angekommen waren, umgab uns beim Blick nach links wiederum eine Landschaft, die man in der Eifel
      typischerweise erwartet

      .

      Und sobald wir rechts neben uns einen
      kleinen Bach

      entdeckten - nämlich den für die Motte Zehnbachhaus namengebenden Zehnbach -, waren wir nicht nur unten im Tal, sondern auch im Naturschutzgebiet angekommen. Der Zehnbach ist ein rechter Zufluss der Urft beim Recherhof von Dahlem, welcher entlang der Stadtgrenze zu Blankenheim verläuft. Genau diesem Bachverlauf folgten wir jetzt. Und dabei entstanden tolle Bildaufnahmen, die zudem einen sehr überwiegend blauen Himmel zeigten:


    • Blick in das Zehnbachtal, einem Nebental des Naturschutzgebietes Urfttal mit Nebentälern

    • Diese Ecke auf der Wanderung war unheimlich schön, richtig zum Genießen, und der Feldweg war sehr angenehm zu laufen. Kurze Zeit später verließen uns die beiden Teilnehmer, die angekündigt hatten, zurück nach Dahlem zu ihrem Auto wandern zu wollen. Und noch etwas weiter ging der Feldweg beinahe schon in einen Trampelpfad über eine Wiese über, und es entstand eine weitere sehr schöne Bildperspektive:


    • Aussicht im Zehnbachtal in Richtung des Waldes, in dem sich die Motte Zehnbachhaus, die Urft sowie die Eifelstrecke befinden

    • Nachdem wir ein Tor zum Abgrenzen geöffnet und wieder verschlossen sowie einen
      Blick zurück in das Tal

      geworfen hatten, ging es nun hinein in den Wald, in dem die Motte Zehnbachhaus sowie die Urft und die Eifelstrecke wieder auf uns warteten. Kurz nach Eintritt in den Wald entdeckte die Gruppe rechts auch schon die Motte Zehnbachhaus, einen mittelalterlichen Burghügel im Urfttal, der von einem kreisrunden Wassergraben umgeben ist und zu dem ihr wieder nähere Infos unten im Infokasten findet. Und alle waren schnurstracks auf dem Weg dorthin! Was gab es da denn Interessantes zu entdecken? Die einen machten Fotos, die anderen machten es sich auf den Sitzbänken bequem und holten Essen und Trinken heraus. Und so stellte sich uns die Motte Zehnbachhaus dar:


    • Die Motte Zehnbachhaus

    • Und wir Organisatoren freuten uns neben dem interessanten Anblick der Motte Zehnbachhaus, dass wir nach wie vor sehr gut in der Zeit lagen. Wir kündigten an, dass wir etwa 10 Minuten bleiben können, um ohne jede Hektik die Züge Richtung Köln bzw. zurück Richtung Dahlem nehmen zu können. Hierbei war ein kleiner Clou an der Auswahl des Zielbahnhofs Blankenheim (Wald), dass an diesem Bahnhof die stündlichen Züge in beide Richtungen fast gleichzeitig fuhren und somit weder Bahnfahrer noch Autofahrer, die ihr Auto in Dahlem geparkt hatten, lange Wartezeiten überbrücken mussten.

      Nachdem wir die Zeit wieder für interessante und angenehme Gespräche z.B. über das Einstellen von Fotos ins Internet aus datenschutzrechtlicher Perspektive genutzt hatten, ging es weiter. Hier seht ihr die Urft mit der Brücke der Eifelstrecke im Hintergrund - die Eifelstrecke verläuft nämlich etwa zwischen Schmidtheim, dem zwischen Blankenheim (Wald) und Dahlem liegenden Bahnhof, und Kall durch das Urfttal:


    • Die Urft mit der Brücke der Eifelstrecke im Hintergrund

    • Die Urft ist ein 46 Kilometer langer, rechter Nebenfluss der Rur. Sie entspringt nicht weit von hier, nämlich in der Nähe des Ortsteils Schmidtheim von Dahlem und mündet in den Rurstausee. Wir erblickten in diesem Bereich einen etwas größeren Mittelgebirgsbach mit vielen tiefhängenden Ästen, was unheimlich schön und interessant anzuschauen war:


    • Die Urft - hier ein etwas größerer Mittelgebirgsbach mit vielen tiefhängenden Ästen

    • Zum Paddeln ist sie hier noch nicht geeignet, wie uns neben dem Bild auch die Wassersportkarte verrät. Sie sagt, dass der Bereich der Urft, der selten, in der Regel nur bei Hochwasser befahrbar ist, in der Gegend des Bahnhofs Blankenheim (Wald) beginnt und den gesamten Verlauf der Urft bis zu ihrer Mündung in den Rurstausee betrifft.

      Mit dem Erreichen der in diesem Bereich eingleisigen
      Eifelstrecke

      schloss sich der Kreis in gewisser Weise wieder, auch wenn wir die Eifelstrecke nun an einer anderen Stelle erlebten. Und zwar einer sehr interessanten, die den Wanderfreunden so richtig verdeutlichte, wie abgeschieden diese Wanderung lag: Denn hier wird die Schranke über die Bahnstrecke tatsächlich nur per Anruf über eine entsprechende "Ruftaste" geöffnet: Man spricht da also richtig mit einem "Schrankenwärter" am anderen Ende der Leitung. Das erlebt man nun wirklich nicht alle Tage und es ist eine interessante Erfahrung, die man auch nicht gerade überall findet! Wir gingen ordnungsgemäß über die Eisenbahnstrecke und bestätigten danach wie gewünscht, dass der Schrankenbereich wieder geräumt ist, woraufhin wir auch eine dankende Rückmeldung durch die Leitung bekamen.

      Das Erlebnis löste natürlich eine Diskussion über die Attraktivität des Berufs des Schrankenwärters aus, bei der wir alle viel lachen konnten - eine schöne Anekdote! Wie viele Schranken man da wohl als Angestellter betreuen muss, bei denen im Schnitt vielleicht 2, 3 Mal am Tag jemand die Schranke geöffnet bekommen will? Ob das wohl das Einzige ist, was man in dem Beruf machen muss? Wahrscheinlich eher nicht, vermutlich ist das nur ein kleiner Teilbereich des/ der Angestellten, der/ die diese Tätigkeit ausführt.

      Die letzten anderthalb Kilometer des Wandertages verliefen überwiegend in Sichtweite der Eifelstrecke. Wir philosophierten darüber, dass wir hier in dieser Abgeschiedenheit sicherlich keine Wanderung mit vernünftigem Anschluss an den öffentlichen Personennahverkehr hätten anbieten können, wenn die Strecke nicht gerade die Millionenstadt Köln mit der "kleinen" Großstadt Trier verbinden würde, denn hier inmitten der Eifel herrscht allgemein eine sehr geringe Bevölkerungsdichte. Nun gab es ein letztes Highlight: Denn hier, kurz vor dem Bahnhof Blankenheim (Wald), erreichten wir die denkmalgeschützte Brücke der ehemaligen Bahnstrecke Ahrdorf- Blankenheim, die auch Obere Ahrtalbahn genannt wird und früher einmal zusammen mit weiteren ehemaligen Teilstücken die Verbindung der Ahrtalbahn zur Eifelstrecke war. Heutzutage verläuft hier ein Wanderweg. Schon bald entdeckten wir bei einem Blick über die Bahnstrecke die schöne Eifellandschaft rund um die Brücke:


    • Die Eifellandschaft rund um die denkmalgeschützte Brücke der ehemaligen Oberen Ahrtalbahn über die Eifelstrecke

    • Hier findet ihr noch mal speziell die denkmalgeschützte Brücke, auf der heutzutage ein Wanderweg verläuft, den wir im Anschluss auch nutzten:


    • Die denkmalgeschützte Brücke der ehemaligen Oberen Ahrtalbahn

    • Jetzt wurde es auf dem ehemaligen Verlauf der Bahnstrecke noch einmal schlammig, und Pfützen waren wieder vereist! Toll war jetzt noch die Erfahrung, mal unter einem
      Baumdach

      entlang zu wandern! Jetzt war es schon fast vorbei, wir waren ganz kurz vor dem Bahnhof Blankenheim (Wald), hatten hier aber noch einen sonnigen Blick auf eine Lichtung:


    • Die Lichtung kurz vor dem Bahnhof Blankenheim (Wald) erstrahlt im Sonnenschein!

    • Wenige Meter später erreichten wir praktisch genau auf der Stadtgrenze nach Blankenheim den Bahnhof, und das, wie von uns prognostiziert, zu einem sehr passenden Zeitpunkt: 10 bis 15 Minuten später sollten die Züge Richtung Köln bzw. Dahlem kommen, die beide auch mindestens beinahe pünktlich waren. Viele Mitwanderer hatten ihr Auto schon im Voraus in Blankenheim geparkt, oder waren direkt mit der Bahn angereist, so dass wir nur zu dritt von Blankenheim aus zurück nach Dahlem fuhren. Wir verabschiedeten uns sehr herzlich voneinander und es gab sehr positive Rückmeldungen, so bedankte sich einer der neuen Mitwanderer, dass es "super" gewesen sei, und stellte in Aussicht, wieder mitkommen zu wollen. Ein weiterer neuer Teilnehmer lobte im Nachhinein in unserer Facebook-Gruppe, dass die Wanderung "hervorragend organisiert" gewesen sei, und hob neben der "sowohl im Nebel als auch im Sonnenlicht fast schon mythisch anmutenden Landschaft" die "netten Informationen zu vielen Sehenswürdigkeiten" hervor. Eine ebenfalls neue Teilnehmerin bedankte sich über unsere Facebook-Seite herzlich für die "tolle Wegeführung in prächtiger Landschaft", die sie auf dieser Wanderung erlebt habe, sowie die "Recherche der Bahnanreise und dem benötigten Ticket". Alles in einem also eine wirklich schöne Wanderung, deren Mitwanderer perfekt harmoniert haben - genau so stellen wir uns eine rundum gelungene Wanderung im Hinblick auf die Menschlichkeit vor! Und wir freuen uns auch, dass wir während unserer gut 5 ¼ Stunden dauernden Wanderung trotz eines eher regnerischen Januars und trotz teilweisen Nebels nur unter unseren Schuhsohlen Wasser gespürt haben oder Wasser erblickt haben. Wir danken euch allen für die harmonische Stimmung des Miteinanders und des Zusammenhalts sowie für eine tolle Wanderung in der Ruhe der Natur, bei der wir alle wirklich mal abschalten konnten! Wir freuen uns auf die nächste Wanderung im März in unserer Wanderregion Westerwald!


      Moorpfad Dahlem:
      Der Moorpfad Dahlem liegt im deutsch-belgischen Naturpark Hohes Venn-Eifel. Der Bohlensteg, der Teil des Moorpfads Dahlem ist, verläuft durch das Hangmoor "Wasserdell", welches im Naturschutzgebiet In der Wasserdell liegt. Hier finden sich seltene Pflanzen wie die Glockenheide, die Moorlilie, der rundblättrige Sonnentau, der Dreizahn oder das Sumpfveilchen. Die "Wasserdell" besteht aus einer wertvollen Naturlandschaft mit gut ausgebildeten Heidemoorflächen, Torfmoosbeständen und Faulbaumgebüschen sowie dem nährstoffarmen Moorbach mit kleinem Erlenbruchwald. Das Gebiet bildet zusammen mit einem weiteren Moor die einzigen Lebensräume dieser Art im Kreis Euskirchen.
       


      Römerstraße Köln- Trier:
      Im Rahmen der Regionale 2010, die bis 2010 von der Region Köln/Bonn ausgerichtet wurde und die 53 Projekte zu den Themenbereichen Bildung, Mobilität und Natur beinhaltete, wurde auch das Projekt "Erlebnisraum Römerstraße Köln-Trier" ins Leben gerufen. Das Ziel des Projekts besteht darin, die alte Römerstraße, die in Teilen noch gut in der Kulturlandschaft erkennbar ist, unter dem Markennamen Agrippa-Straße Köln-Trier weiter touristisch zu erschließen und mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen. Unter Agrippa-Straße versteht man dabei die unter dem römischen Feldherrn Marcus Vipsanius Agrippa vom heutigen französischen Lyon aus gebauten vier Heerstraßen. Davon führt eine zum Rhein. An dem Projekt sind unter anderem die an der Römerstraße anliegenden Gemeinden in Nordrhein-Westfalen sowie der Landschaftsverband Rheinland beteiligt. Federführend für den beplanten Abschnitt bis zum hiesigen Schmidtheim ist die Stadt Erftstadt. 2007 haben die am Projekt beteiligten Kommunen die Erftstädter Erklärung verfasst, die umfangreichste Kooperation verabredet. Dieser Erklärung haben sich viele Kommunen auch der ebenfalls von Köln ausgehenden Via Belgica grenzüberschreitend angeschlossen. Die Straße wurde im Allgemeinen streng gradlinig auf das Hauptziel zugeführt und nur, wenn größere Bachläufe oder große Steigungen/Gefälle es nicht mehr erlaubten, in stumpfen Winkeln geknickt oder gar an den Hang angepasst, um baldmöglichst wieder in die Hauptrichtung einzuschwenken.
       


      Motte Zehnbachhaus:
      Die Motte Zehnbachhaus ist ein mittelalterlicher Burghügel im Urfttal, der auf einer Hinweistafel des Projekts "Erlebnisraum Römerstraße Köln-Trier" näher erläutert wird. Die heute noch sichtbare Anlage besteht aus einem Hügel, umgeben von einem kreisrunden Wassergraben, welchen man über eine Holzbrücke überqueren kann. Es handelt sich um die Feste einer mittelalterlichen Burg, die man zum Schutz in der feuchten, schwer zugänglichen Niederung der Urft und des Zehnbachs errichtete. Die Bezeichnung "Motte" für diesen Burgentyp kommt aus dem Französischen.
       

    • Für alle von Wandern im Rheinland angebotenen Wanderungen gelten die folgenden Wanderregeln. Sie können unter https://www.wandernimrheinland.de/wanderregeln.htm aufgerufen werden.

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