Obstweg und Bergischer Weg in Leichlingen am 27. Juli 2025
Unterwegs auf dem Leichlinger Obstweg: Kühe auf einer Streuobstwiese
Strecke: Leichlingen Bahnhof - Leichlinger Obstweg - Wupper - Bergischer Weg mit St. Heriberter Bach, Hochebene und Nüspoler Bach - Weltersbach - Johannisberg - Leichlinger Ortskern mit Alter Kirche Am Johannisberg und St. Johannes Baptist Kirche - Leichlingen Bahnhof Die Strecke auf der Karte
Ausstiegsmöglichkeiten: Die Wanderung bietet - Stand 7/2025 - insbesondere durch zwei in der Nähe der Route verkehrende Busse zahlreiche Ausstiegsmöglichkeiten. Wir haben euch hier ein paar Ausstiegsmöglichkeiten an ausgewählten Punkten der Route aufgeführt:
Bushaltestelle Leichlingen (Rheinland), Bergerhof nach 2,9 km, Abfahrt stündlich zur Minute 55 (Bus 258 nach Leichlingen Bahnhof)
Bushaltestelle Leichlingen (Rheinland), Sankt Heribert nach 8,6 km (+0,35 km), Abfahrt stündlich zur Minute 49 (Bus 258 nach Leichlingen Bahnhof)
Bushaltestelle Leichlingen (Rheinland), Bremersheide nach 10,2 km (+0,65 km), Abfahrt stündlich zur Minute 19 (Bus 278 nach Leichlingen Bahnhof)
Bushaltestelle Leichlingen (Rheinland), Hasensprung nach 13,5 km (+0,85 km), Abfahrt stündlich zur Minute 29 (Bus 253 nach Leichlingen Bahnhof) oder 57 (Bus 253 nach Opladen Bahnhof),
außerhalb von Sonntagen fährt hier, an der Bushaltestelle "Weltersbachtal", auch direkt vor Ort - ohne weiteren Zuweg - der Bus 257 in Richtung des Ortskerns von Leichlingen.
Highlights: Leichlinger Obstweg mit Streuobstwiesen und schönen Ausblicken ins Bergische Land, Bergischer Weg, zahlreiche Fließgewässer mit hohem Waldanteil (Wupper, St. Heriberter Bach, Nüspoler Bach, Weltersbach)
Unsere Juli-Wanderung führte uns 2025 in die
Blütenstadt Leichlingen, wo wir eine Rundwanderung auf dem Leichlinger Obstweg sowie dem Bergischen Weg machten. Die Wanderung ist geprägt durch die zahlreichen Fließgewässer, an denen sie entlangführt
(die Wupper, mehrere Bäche), sowie den im Bereich dieser Fließgewässer hohen Waldanteil.
Wir wanderten zunächst vom Leichlinger Bahnhof ins Tal der Wupper, die wir hier überquerten, ...
Überquerung der Wupper im Ortskern von Leichlingen
... ehe wir den Beginn des Leichlinger Obstwegs erreichten. Leichlingen liegt im Zentrum der bergischen Obstkammer, wo der Obstanbau seit Jahrhunderten eine große Rolle spielt. Daher ist es nicht verwunderlich,
dass es hier sogar mehrere Obstwege gibt, die über markierte Abzweigungen miteinander verbunden sind. Der Obstweg, über den unsere Route in ihrem ersten Abschnitt zum größten Teil führt, ist mit dem Apfelsymbol
gekennzeichnet und stimmt in Teilen mit dem Bergischen Streifzug Nr. 4 (der ebenfalls "Obstweg" heißt)
überein.
Wir wanderten zunächst ein Stück durch den Ortskern von Leichlingen, vorbei an typischen bergischen Fachwerkhäusern, und begannen sodann auf dem östlichen Teil des
Leichlinger Obstwegs zu wandern. Wir erreichten sehr
kurze Zeit später den ersten langgezogenen Anstieg, wo wir - erstmals über Naturwege und zunächst vorbei an einem (Wild-) Bienenhotel - entlang von Streuobstwiesen mit Kühen wanderten (siehe unser Titelfoto).
Auf den Streuobstwiesen wachsen viele alte und neu angepflanzte Obstbäume. Neben Apfelbäumen sahen wir unter anderem auch Birnen- und Pflaumenbäume. Den ganzen Obstweg über finden sich Informationstafeln und
Sortenschilder rund um den Lebensraum Obstwiese.
Zum Ende der Steigung hin, kurz bevor wir in den Ortsteil Bergerhof kamen, konnten wir weit blicken in verschiedenste Richtungen. Hier seht ihr den Ausblick zurück in Richtung Leichlingen:
Ausblick zurück in Richtung Leichlingen
Im Ortsteil Bergerhof, wo auch die erste Ausstiegsmöglichkeit der Wanderung liegt, nutzten wir die Abkürzungsmöglichkeit des
Leichlinger Obstwegs, um zum westlichen Teil des
Obstwegs zu kommen. An dieser Abkürzungsmöglichkeit, direkt am Ortsausgang von Bergerhof gelegen, liegt wiederum eine Streuobstwiese:
Streuobstwiese bei Bergerhof
Auch an diesem kurzen Übergang vom Ortsteil Bergerhof in den Ortsteil Bennert/Oberschmitte kann man in mehrere Richtungen weit schauen - ob über Streuobstwiesen, Felder oder andere Wiesen.
Nach einem kurzen Gang durch den kleinen Ortsteil wanderten wir vorbei an einer Schar Gänse auf einer Wiese mit verschiedenen Obstbäumen:
Gänse auf einer Wiese mit Obstbäumen
Der Weg hinaus aus Bennert/Oberschmitte bot uns erneut sehr schöne weite Ausblicke in mehrere Richtungen. Hier seht ihr eines der Felder zusammen mit einer Reihe von Bäumen:
Feld vor einer Reihe von Bäumen hinter dem Ortsausgang von Bennert/Oberschmitte
Nun ging es hinab in Richtung Leysiefen, dem letzten Ortsteil, bevor wir den Obstweg verließen und einen relativ kleinen Weg nahmen, der uns zur Wupper führte. Dieser Weg hat geringe Herausforderungen von der
Wegbeschaffenheit her, ist aber im Verhältnis zu so manchen anderen Wegen, die zur Wupper führen, sehr gut machbar und auch vergleichsweise wenig steil. Ab diesem Weg hatten wir auf unserer Route einen deutlich
höheren Anteil von Naturwegen - bis hierhin dominierte der Asphalt sehr.
Hier an der Wupper, der hiesigen Stadtgrenze von Leichlingen nach Solingen, sollte auf Herkulesstauden/ Riesenbärenklau aufgepasst werden, die im Tal der Wupper sehr häufig vorkommen und die Verbrennungen
auslösen können - Hautkontakt sollte daher dringend vermieden werden. Zudem sind hier - auf dem Weg entlang der Wupper - bei gutem Wetter zahlreiche Fahrradfahrer zu erwarten. Hier seht ihr einen unserer
Ausblicke auf die Wupper:
Entlang der Wupper
Nachdem sich der Weg etwas von der Wupper entfernt hatte, ergab sich ein schöner Ausblick in Richtung des Walds auf der Solinger Seite der Wupper:
Ausblick in Richtung des Walds auf der Solinger Seite der Wupper
Der nordöstlichste Punkt unserer Wanderung, an dem wir auf den Bergischen Weg
auf seiner 5. Etappe von Solingen-Burg nach Odenthal-Altenberg trafen, lag in direkter Nähe der Mündung des St. Heriberter Bachs in die Wupper:
Der St. Heriberter Bach kurz vor seiner Mündung in die Wupper
Von nun an folgten wir dem Bergischen Weg durch das wunderschöne Tal des St. Heriberter Bachs hinauf in Richtung einer Hochebene, auf der zudem der höchste Punkt der Wanderung liegt. Die Steigung des Wegs durch
dieses Bachtal ist langgezogen und stetig:
Das wunderschöne Tal des St. Heriberter Bachs
Kurz vor Erreichen der Hochebene verließen wir den Wald und waren sodann umgeben von zahlreichen Feldern. Hier befanden wir uns zudem in direkter Nähe einer Ausstiegsmöglichkeit (die Bushaltestelle "St. Heribert"
ist von hier aus direkt zu sehen). Der Bergische Weg verläuft jetzt ein kurzes Stück auf der Landstraße, welche hier keinen Bürgersteig hat. Hier würden wir empfehlen, dass eine große Person voraus geht, da dieses
kurze Stück vor einer Kuppe liegt, so dass die Gruppe für entgegenkommende Autofahrer verhältnismäßig spät sichtbar wird. Wir bogen wieder ab von der Landstraße und hatten weite Ausblicke in verschiedenste
Richtungen. Hier seht ihr den Blick über eines der Felder in Richtung des Waldes, durch den der nun kommende Pfad durch das Tal des Nüspoler Bachs verläuft. Neben dem Wald ist ein kleiner Teil des Ortsteils St.
Heribert zu sehen:
Ausblick von der Hochebene auf den Wald rund um den Nüspoler Bach
Der Bergische Weg führt nun über St. Heribert hinein in den Wald. Der Pfad durch das Bachtal ist entsprechend schmal und uneben. Der Nüspoler Bach ist hier, fast direkt nach seiner Quelle, so klein, dass es
genügt, ein einfaches (und entsprechend schmales) Brett als "Brücke" über den Bach zu legen.
Info für Nachwanderer: Die Route, die wir euch verlinkt haben, weicht hier in Teilen von der
offiziellen Webseite des Bergischen Wegs ab, da der Bergische Weg
in diesem Teil anders ausgeschildert ist als auf der offiziellen Webseite. Die Routenführung laut offizieller Webseite birgt somit das Risiko, dass man sich verläuft. Mit der von uns verlinkten Route solltet ihr
keine Probleme bekommen, die Route zu finden.
Am Ende des Nüspoler Bachs, kurz vor dessen Mündung in den Weltersbach, führte uns der Bergische Weg vorbei an einer
Forellenzucht, ehe wir am südöstlichsten Punkt unserer Wanderung (hier liegt wiederum eine Ausstiegsmöglichkeit) den Bergischen Weg verließen und fortan durch das ebenfalls sehr schöne Tal des Weltersbachs
wanderten. Auch hier geht der viele Wald der Wanderung weiter. Hier bekommt ihr einen Eindruck von der Natur, in die wir bei der Wanderung durch dieses schöne Bachtal blickten:
Die Natur rund um das Tal des Weltersbachs
Außerdem bekommt ihr hier verschiedene Eindrücke, wie der Bach selber aussah...
Der Weltersbach
... und wie wir hier ebenfalls noch einmal eine tolle "Brücke" erleben durften, die uns in diesem Fall über den Roderbach, der kurze Zeit danach in den Weltersbach mündet, führte:
Eine tolle "Brücke" über den Roderbach, einen Zulauf des Weltersbachs
Und hier bekommt ihr einen weiteren Eindruck, wie sich uns der Weltersbach im weiteren Verlauf der Strecke präsentierte:
Der Weltersbach im weiteren Verlauf der Strecke
Aufmerksamkeit erregte hier, dass der Weg immer mal wieder die Höhe über dem Weltersbach wechselte, von nah dran/ auf selber Höhe zu deutlich über der Höhe des Bachs.
Bald danach erreichten wir den Punkt am Weltersbach, an dem wir wegen einer unpassierbaren Brücke im weiteren Verlauf des Weltersbachs nicht mehr weiter durch das Bachtal gehen konnten und daher beim Aufstieg
auf den Johannisberg noch einmal Höhenmeter zu bewältigen hatten. Aus diesem Grund haben wir hier extra noch einmal eine Ausstiegsmöglichkeit angegeben, entweder an der Bushaltestelle "Hasensprung" oder -
außerhalb von Sonntagen - direkt vor Ort an der Bushaltestelle "Weltersbachtal". Die Straße, die hier überquert wird, ist die Straße zur Klinik Roderbirken der Deutschen Rentenversicherung Rheinland und wirkte
auf uns nicht wenig befahren (auch an Sonntagen nicht). Fast ortsgleich mündet der Schmerbach in den Weltersbach. Der nun kommende Weg auf den Johannisberg beinhaltet einige Wurzeln auf dem Weguntergrund und
führt vorbei an großen und wurzelreichen Bäumen - auch Bäumen mit direkt sichtbaren Wurzeln. Hier gehen mehrere Wege nach links und rechts ab, unsere Route verlief stets geradeaus, ehe wir den Johannisberg
und damit den Ortseingang Leichlingen erreichten.
Durch den Ortskern von Leichlingen haben wir die Route nun so geführt, dass so viel wie möglich Fußwege dabei sind und so wenig wie möglich Autoverkehr. Das heißt, dass Stichwege ebenso wie Sackgassen und eine
Treppe Teil des nun folgenden Streckenverlaufs sind. Wir wandern zunächst an der Alten Kirche Am Johannisberg vorbei, hinter der es auf den ersten Fußweg geht. Alsbald wird eine zweite Kirche erreicht, nämlich
die St. Johannes Baptist Kirche. Nach der erneuten Überquerung der Wupper schließt sich der Rundwanderweg: Von hier aus verläuft die Strecke auf demselben Weg zurück zum Bahnhof Leichlingen wie auf dem Hinweg.
Fazit: Diese Strecke ist eine Wanderung, die man auch bei sommerlichen Temperaturen gut machen kann, da sie an sehr vielen Fließgewässern vorbei führt und im Bereich dieser Fließgewässer einen hohen Waldanteil
hat. Die vielen Streuobstwiesen und Obstbäume entlang des Obstwegs sowie so manche Tiere am Wegesrand sind ein weiteres Highlight! Ein weiterer Pluspunkt ist die Verfügbarkeit so einiger Ausstiegsmöglichkeiten,
wodurch die Länge der Wanderung stark variiert werden kann. Mit Ausnahme des Pfades entlang des Nüspoler Bachs (welcher aber umgangen werden kann) ist die Strecke zudem kinderwagengeeignet. Ein Minuspunkt sind
der im Bereich des Obstwegs hohe Asphaltanteil, der nach unserer Erfahrung aber leider typisch ist für das Bergische Land, sowie die Herkulesstauden (Riesenbärenklau), auf die man aufpassen sollte, wenn man an
der Wupper entlang läuft. Diese sind uns aber nur an der Wupper aufgefallen (sowohl im Ortskern von Leichlingen als auch an der Stadtgrenze nach Solingen), nicht an den weiteren Fließgewässern.