Bei Kaffee und Tee trafen wir uns pünktlich am späten Vormittag in Siegburg-Seligenthal. Kein Regen und sage und schreibe 21 Teilnehmer, darunter eine junge Familie mit Kleinkind im Kinderwagen und eine Familie mit 2 Kindern! Was für ein Start in die Wandersaison 2018!
Nach kurzer Strecke durch Seligenthal querten wir am Kloster Seligenthal den Wahnbach, wo der Waldweg begann. Kurz nach Beginn des Waldwegs folgte direkt das erste Highlight: Wir erreichten den Quell der Hoffnung und Ziel der Pilger, das Johannesbrünnchen. Dort genossen wir den Blick auf das Kloster, übrigens die älteste Franziskanerkirche nördlich der Alpen!
Pützmichsiefen im Wald kurz nach Seligenthal
Dort begann der 2 km lange Anstieg vom Wahnbachtal u. a. entlang des Bachs Pützmichsiefen zur Wahnbachtalsperre. Nach dem Aufstieg wurden wir mit grandiosen Ausblicken durch die Bäume auf die Wahnbachtalsperre belohnt!
Ausblicke durch die lichten Bäume auf die Wahnbachtalsperre
Fortan wanderten wir hoch über dem Zieferbachtal im Wald und am Waldrand nach Happerschoß.
Ausblick über das Zieferbachtal zum Steimelskopf
Happerschoß und die Landschaft südlich des Zieferbachtals
Kurz nach Happerschoß folgte das größte Abenteuer der Wanderung: Die Querung des Zieferbachtals auf einem teilweise steilen Pfad mit vielen Wurzeln und viel Schlamm. Doch großen Teilen der Gruppe bereitete der Pfad große Freude und mit vereinten Kräften kam auch unsere begeisterte jüngste Teilnehmerin und ihr Kinderwagen sicher rüber! Langweilige Wanderungen bekommt ihr woanders!
Der Pfad von Happerschoß ins Zieferbachtal
Kurz danach folgte auf dem Wanderweg entlang des Zieferbachs das nächste Abenteuer: Ein großer Baum lag quer über dem Weg! Orkan Friederike hatte auf unserer Route verhältnismäßig wenig Spuren hinterlassen, so dass die Wanderung überhaupt möglich war. Ein freundliches Entgegenkommen des Orkans!
Es waren nur einzelne Bäume auf der Route umgeknickt, während nur wenige Kilometer entfernt teilweise sehr viele Bäume umgeknickt waren. Wir scheinen uns die "richtigen" Wälder ausgesucht zu haben!
In dieser Phase Abenteuer pur für die Teilnehmer. Wie ein Teilnehmer anmerkte, waren die Nachrichten von umgeknickten riesigen Bäumen nicht nur Fake News! Wir haben es höchstselbst live in freier Wildbahn gesehen!
Der umgeknickte Baum über unserem Weg im Zieferbachtal
Der wunderschöne Anblick des Zieferbachs mit grün schimmerndem Wasser war das nächste Highlight!
Der wunderschön gefärbte Zieferbach kurz vor der Wahnbachtalsperre
Es folgten weitere wunderbare Ausblicke auf die Wahnbachtalsperre, hier war wieder der Winter mit seinen lichten Wäldern ein Vorteil! Da die Wahnbachtalsperre der Trinkwasserversorgung dient, gibt es natürlich keinen Uferweg.
Die Wahnbachtalsperre und die Zieferbachmündung
Es folgte der Anstieg auf den höchsten Punkt der Wanderung, den Wahnberg. Oben angekommen verteilten wir die Wanderurkunden! Organisatorin Margarete bedankte sich bei den anderen Organisatoren für das Engagement und ging auf die aktuellen Entwicklungen ein. Demnächst erscheint ein Artikel der Wanderlust über unsere Gruppe und das Design unserer Webseite ist modernisiert! Doch es gab auch weniger Schönes zu berichten: Gabriel kann seine Arbeit im Organisationsteam nicht fortsetzen, da er aus beruflichen Gründen weit weg zieht. Er wird uns fehlen!
Anschließend gingen wir gestärkt weiter um den Steimelskopf. Sogar hier konnte man aus hunderten Metern Entfernung durch die Bäume die Talsperre erkennen! Nachdem wir den Berg umrundet hatten, teilte sich die Gruppe bis Happerschoß auf. 13 Teilnehmer wanderten ein 2. Mal über den Abenteuerpfad vom Zieferbach nach Happerschoß, die andere Teilgruppe nahm den Weg über den Ortsrand von Heisterschoß.
Die Querung des Zieferbachs
Dann gingen wir wieder gemeinsam quer durch Happerschoß. Dabei lag erneut ein Baum auf unserem Weg "Schmitzbitze", der mit Kinderwagen nicht zu überwinden war. Doch diesmal kletterte keiner, sondern wir nahmen einen kleinen Umweg, wo wir auch direkt an einem Spielplatz vorbeikamen. Sehr zur Freude unserer jüngsten Teilnehmerin fanden wir dort den idealen Ort für die zweite Pause!
Nach Happerschoß nahmen wir einen von Feldern gesäumten Höhenweg. Noch immer hatten wir keinen Regen abbekommen, im Regenjanuar 2018! Auch kurz vor Schluss keine Spur von schlechter Laune!
Umgestürzte Bäume im Wald vor Seligenthal
Der Stäbach kurz vor Seligenthal
Nach dem Waldweg ins Wahnbachtal hatten wir das Ziel fast erreicht. Nach kurzem Weg durch den Ort waren alle 21 begeisterten Teilnehmer am Ziel!
Bestens gelaunt, beste Gespräche, zu Witzen aufgelegt, herzlicher Umgang, strahlende Gesichter! Kurzum, ihr seid die Besten! Vorsicht, Suchtgefahr! Wir freuen uns auf euch im März im Westerwald! Paul
Anmerkung der Redaktion: Die verlinkte Outdooractive-Route wurde im März 2026 im Bereich der Querung des Zieferbachs geändert, da die ursprünglich gewanderte Route nicht mehr sinnvoll begangen werden kann.